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Industrienahe Dienstleistungen

Carve-out und Standalone-Aufbau eines Industriedienstleisters

Mandantin
Industriedienstleister, 310 Mio. € Umsatz, Konzerntochter
Branche
Industrienahe Dienstleistungen
Projektdauer
13 Monate
Abschluss
2024

Ergebnisse in Zahlen

7
Monate bis zur Standalone-Fähigkeit
41
Abgelöste konzerngebundene Funktionen
2,1 Mio. €
Doppelkosten unter Budget
9
Monate TSA-Laufzeit statt 18 geplant

Ausgangslage

Eine Sparte mit 1.900 Mitarbeitenden sollte innerhalb von sieben Monaten aus einem Konzern herausgelöst und an einen Finanzinvestor übergeben werden. 41 konzerngebundene Funktionen von der Lohnabrechnung bis zur Lizenzverwaltung waren nicht dokumentiert.

Vorgehen

Wir haben die Liste der erforderlichen Standalone-Fähigkeiten vollständig erhoben, bevor der Zeitplan fixiert wurde, und daraus 41 Übergangslösungen mit Zieldatum, Verantwortlichem und Rückfallebene abgeleitet.

Ergebnis

Standalone-Betriebsfähigkeit zum vereinbarten Datum ohne Fristverlängerung. Die Übergangsdienstleistungsverträge liefen nach neun statt der geplanten achtzehn Monate aus, die Doppelkosten blieben 2,1 Mio. € unter Budget.

Eingesetzte PracticesTransaktionen & Post-Merger-IntegrationDigitale Transformation & Data Analytics

Bei Abspaltungen liegt das Risiko nie im Organigramm. Es liegt in den Funktionen, die niemand sieht, weil sie seit Jahren im Konzern erbracht werden: Zahlungsläufe, Konzernversicherungen, Lizenzverträge, Stammdatenhoheit, Zollabwicklung.

Ausgangslage

Der Konzern hatte den Verkauf beschlossen und ein Closing-Datum kommuniziert, bevor geprüft war, welche Funktionen die Sparte überhaupt eigenständig erbringen kann. Als wir mandatiert wurden, standen sieben Monate bis zur geplanten Übergabe und eine Liste von zwölf bekannten Abhängigkeiten.

Unsere Erhebung fand 41. Darunter vier, die den Zeitplan gefährdeten: eine Lohnabrechnung für 1.900 Mitarbeitende in fünf Ländern, die Zollabwicklung über eine Konzernlizenz, die Stammdatenhoheit für 24.000 Artikel und ein Versicherungsschutz, der ohne Konzernrahmenvertrag nicht fortgeführt werden konnte.

Vorgehen

  1. Vollständige Erhebung – alle konzerngebundenen Funktionen entlang der Prozesslandschaft, bevor der Zeitplan fixiert wurde
  2. Priorisierung nach Tag-1-Kritikalität – Trennung in Funktionen, die zum Closing stehen müssen, und solche, die über Übergangsdienstleistungsverträge abgesichert werden können
  3. Aufbau – 41 Übergangslösungen mit Zieldatum, Verantwortlichem und Rückfallebene
  4. Ablösung – strukturierte Beendigung der Übergangsverträge nach Übergabe

Die wichtigste Entscheidung fiel in Woche drei: Der Zeitplan wurde nicht verkürzt, aber der Umfang der Tag-1-Fähigkeiten von 41 auf 17 reduziert. Die übrigen 24 Funktionen liefen befristet über Übergangsdienstleistungsverträge weiter.

Ergebnis

Kennzahl Planung Ist
Standalone-Fähigkeit Monat 7 Monat 7
Laufzeit der Übergangsverträge 18 Monate 9 Monate
Doppelkosten der Übergangsphase 7,4 Mio. € 5,3 Mio. €
Kritische Betriebsstörungen zum Closing – 0

Was uns überzeugt hat, war nicht die Methodik, sondern dass das Team unsere IT-Landschaft nach zehn Tagen besser kannte als Teile unserer eigenen Organisation.

— Chief Financial Officer

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